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Existenzgründung mit Strategie
Eine erfolgreiche Existenzgründung beginnt nicht mit Formularen, sondern mit einer klaren Strategie.
Warum die richtige Struktur über Ihren Erfolg entscheidet
Rechtssichere, steueroptimierte und zukunftsfähige Strukturen, die zu Ihren unternehmerischen Zielen passen — von Anfang an. Denn vier Dinge hängen an der Entscheidung, die Sie am Anfang treffen: Ihre persönlichen Haftungsrisiken, die laufende Steuerbelastung, Ihre Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken und Investoren und die Flexibilität für Wachstum.
Ob Einzelunternehmen, GmbH, Personengesellschaft oder Holding-Struktur: Die Umstellung im Nachhinein ist möglich, aber teurer als die richtige Wahl am Anfang — und manchmal löst sie Sperrfristen aus, die Sie sieben Jahre binden.
Häufigster Fehler: Die Rechtsform wird nach dem gewählt, was der Steuerberater des Schwagers empfohlen hat. Die zweite Variante ist genauso häufig: Es wird gar nichts gewählt, und aus der gemeinsamen Tätigkeit zweier Gründer entsteht unbemerkt eine GbR mit voller persönlicher Haftung.
Zwei Minuten, bevor Sie gründen
Eike Heidemann erklärt, welche Entscheidungen am Anfang stehen und welche man später teuer korrigiert.
Vier Bausteine bis zum Start
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Rechtsformwahl & Strukturberatung
Wir vergleichen Haftung, Steuerbelastung und Aufwand für Ihre konkreten Zahlen — inklusive der Frage, ob eine Holding von Beginn an sinnvoll ist.
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Businessplan & Finanzierung
Bankfähige Planung mit Rentabilitäts-, Liquiditäts- und Kapitaldienstrechnung. Auch für Förderdarlehen und Gründungszuschuss.
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Steuerliche Registrierung & Pflichten
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Kleinunternehmerregelung, Voranmeldungszeitraum, Kassenpflichten.
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Digitale Zusammenarbeit
Von Tag eins mit DATEV Unternehmen online. Wer sauber anfängt, muss nie aufräumen.
Wann sich eine Holding-Struktur schon zur Gründung lohnt
Wenn Sie Gewinne im Unternehmen behalten und reinvestieren wollen, statt sie privat zu entnehmen. Dann bleiben Ausschüttungen an die Holding zu 95 % steuerfrei (§ 8b KStG), und das Kapital arbeitet weiter, statt zu 26,375 % versteuert zu werden.
Weitere Gründe: flexible Beteiligungs- und Expansionsmöglichkeiten, die Trennung von operativem Risiko und Vermögensaufbau, und ein späterer Verkauf, der auf Holding-Ebene weitgehend steuerfrei bleibt. Mehr zur Holding-Gründung
Aber: Eine Holding kostet zwei Jahresabschlüsse, zwei Erklärungen und Gründungskosten. Unter etwa 50.000 EUR nachhaltigem Jahresgewinn rechnet sich das selten. Wir sagen Ihnen offen, wenn es zu früh ist.
Häufige Fragen zur Existenzgründung
Kurze Antwort zuerst, Begründung darunter. Rechtsstand: September 2026.
Wann sollte ich als Gründer einen Steuerberater einbeziehen?
Vor der Gründung, nicht danach. Rechtsform, Gesellschaftsvertrag und der Zeitpunkt der Anmeldung lassen sich vorher gestalten und hinterher nur mit Aufwand korrigieren. Das Erstgespräch ist unverbindlich.
Drei Entscheidungen wirken besonders lange. Erstens die Rechtsform, deren Wechsel später Notarkosten und teilweise Sperrfristen von sieben Jahren auslöst. Zweitens der Gesellschaftsvertrag, in dem Gewinnverteilung, Ausscheiden und Nachfolge geregelt werden. Drittens der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, in dem Sie über Kleinunternehmerregelung, Voranmeldungszeitraum und Gewinnermittlungsart entscheiden — Angaben, die für Jahre binden. Bringen Sie Ihre erwarteten Zahlen mit, dann wird das Gespräch konkret.
Welche Rechtsform ist für meine Gründung die richtige?
Das entscheiden Geschäftsmodell, erwarteter Gewinn, Haftungsrisiko, Finanzierungsbedarf und Wachstumsplan. Wir rechnen zwei bis drei Varianten mit Ihren Zahlen durch, sodass Sie die Belastung je Variante in EUR sehen und nicht in Prozentsätzen.
Die Faustregeln aus dem Internet tragen selten weit. Ein Beispiel: Wenn Sie den Gewinn vollständig für den Lebensunterhalt brauchen, ist das Einzelunternehmen häufig günstiger als die GmbH, weil die Ausschüttung eine zweite Steuerebene auslöst. Bleibt der Gewinn im Unternehmen, kehrt sich das Bild. Dazu kommen die weichen Kriterien: Haftung bei Personalverantwortung, Auftreten gegenüber Auftraggebern, Aufnahme von Mitgesellschaftern. Vertiefend: Rechtsformoptimierung.
Lohnt sich eine GmbH direkt zur Gründung?
Bei erhöhtem Haftungsrisiko und bei Gewinnen, die im Unternehmen bleiben sollen, meist ja. Bei kleinen Gewinnen, die Sie privat brauchen, ist das Einzelunternehmen oft günstiger — die GmbH kostet Jahresabschluss, Offenlegung und Notar.
Das Stammkapital beträgt 25.000 EUR, wovon bei einer Bargründung die Hälfte eingezahlt werden muss; die Unternehmergesellschaft startet ab 1 EUR, muss aber ein Viertel des Jahresüberschusses zurücklegen, bis sie 25.000 EUR erreicht. Achten Sie auf die Phase zwischen Beurkundung und Eintragung: Wer in dieser Zeit schon Geschäfte macht, haftet persönlich. Und ein Geschäftsführergehalt ist keine Entnahme, sondern Lohn mit Anmeldung, Abrechnung und Lohnsteuer — das läuft bei uns über das Personalwesen mit.
Unterstützen Sie bei Businessplan und Finanzierung?
Ja. Wir erstellen die Zahlenteile bankfähig — Rentabilität, Liquidität, Kapitaldienstfähigkeit — und begleiten Sie auf Wunsch ins Bankgespräch. Den Textteil schreiben Sie: Ihre Idee erklären Sie besser als wir.
Banken und Förderinstitute lesen zuerst zwei Zahlen: Wie viel bleibt nach allen Kosten übrig, und reicht das für Zins, Tilgung und Ihren Lebensunterhalt. Genau dort scheitern Pläne, die sonst gut aussehen, weil Privatentnahmen, Vorsorge und Steuern in der Rechnung fehlen. Wir planen deshalb über drei Jahre und rechnen zusätzlich ein vorsichtiges Szenario. Für Förderdarlehen und den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit erstellen wir die erforderliche fachkundige Stellungnahme.
Übernehmen Sie die Anmeldung beim Finanzamt?
Ja. Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung übermitteln wir elektronisch, in der Regel innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit (§ 138 AO), und klären dabei Steuernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Kleinunternehmerregelung.
Der Fragebogen ist mehr als Verwaltung. Sie legen darin fest, ob Sie den Gewinn per Einnahmen-Überschussrechnung oder per Bilanz ermitteln, ob Sie monatlich oder vierteljährlich Umsatzsteuer anmelden, und wie hoch die erwarteten Gewinne sind — daraus setzt das Finanzamt Ihre Vorauszahlungen fest. Wer zu optimistisch schätzt, zahlt vom ersten Quartal an zu viel; wer zu niedrig ansetzt, erhält im zweiten Jahr eine Nachzahlung samt erhöhter Vorauszahlung. Wir schätzen mit Ihnen realistisch.
Begleiten Sie Gründer auch nach dem Start?
Ja, das ist der Regelfall: Buchführung und Lohn ab dem ersten Monat, ein Jahresgespräch, und nach zwei bis drei Jahren die Prüfung, ob die gewählte Struktur noch passt.
Im ersten Jahr geht es vor allem um Gewohnheiten: Belege digital erfassen, private und betriebliche Zahlungen trennen, die Umsatzsteuer nicht als Einnahme verstehen. Wir richten dafür DATEV Unternehmen online ein und schauen in den ersten Monaten genauer hin. Ab etwa 500.000 EUR Jahresumsatz verschiebt sich der Schwerpunkt zur laufenden Beratung mit Zahlen, Planung und Investitionsentscheidungen. Wer sauber anfängt, muss später nichts aufräumen.
Ab welchem Umsatz muss ich als Gründer Umsatzsteuer ausweisen?
Die Kleinunternehmerregelung greift, solange der Umsatz im Vorjahr 25.000 EUR nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 EUR nicht übersteigt (§ 19 UStG). Bei einer Gründung im laufenden Jahr zählt der voraussichtliche Umsatz.
Wird die Grenze von 100.000 EUR überschritten, endet die Regelung sofort mit dem Umsatz, der sie überschreitet — nicht erst im Folgejahr. Kleinunternehmer weisen keine Umsatzsteuer aus und ziehen dafür keine Vorsteuer. Das ist von Nachteil, wenn Sie zu Beginn viel investieren oder überwiegend an Unternehmen verkaufen; günstig ist es bei Privatkunden und geringen Vorkosten. Ein Verzicht auf die Regelung bindet fünf Kalenderjahre, deshalb rechnen wir die Entscheidung vor der Anmeldung durch.
Was kostet ein Steuerberater für Existenzgründer?
Für die Gründungsberatung vereinbaren wir vorab eine Pauschale, für die laufende Betreuung eine monatliche; Grundlage ist die Steuerberatervergütungsverordnung. Die Größenordnung nennen wir im Erstgespräch, das Angebot erhalten Sie schriftlich.
Zur Einordnung: In der Gründungsphase fallen die Beratung zur Rechtsform, der Zahlenteil des Businessplans und die steuerliche Anmeldung an, danach die monatliche Buchführung mit Umsatzsteuer-Voranmeldung und am Jahresende Abschluss und Erklärungen. Diese Posten setzen wir gemeinsam in Ihre Planung ein, damit Beratungskosten nicht als Überraschung auftauchen. Prüfen Sie außerdem die Zuschüsse Ihres Bundeslandes zur Gründungsberatung — Beratungsleistungen werden teilweise gefördert.
Gründen Sie einmal richtig
Bringen Sie Ihre Idee und Ihre erwarteten Zahlen mit. Sie gehen mit einer Empfehlung zur Rechtsform aus dem Gespräch — nicht mit einer Broschüre.


